19 | 10 | 2017
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Katalog der Modernisierung / 2005

Fassaden- und Freiflächenmodernisierung mit standardisierten Elementen bei Geschosswohnbauten der fünfziger und sechziger Jahre

In der Programmlinie Haus der Zukunft im Rahmen des Impulsprogramms Nachhaltig Wirtschaften entstand ein Nachschlagewerk für eine nachhaltige und standardisierte Sanierung von Gebäuden.

3-D Darstellung der Luftführung

Ziele

Die Ergebnisse der ausführlichen Analyse, Strategien und
Überlegungen wurden in einem Katalog der standardisierten neuen
Baumodule für die erweiterte Nutzung von Fassaden und die
Brachflächen im Innenraum und im Freiraum umgesetzt. Im „Katalog
der Modernisierung“ wurden sowohl Minimalmaßnahmen entwickelt
als auch Module mit modernster Bautechnik. Die im Katalog
umgesetzten Module wurden weitgehend anhand vorhandener,
adaptierter Marktprodukte entwickelt. In einzelnen Gesprächen mit
den ausgewählten Produzenten der Produkte wurde die Eignung für
den Katalog untersucht beziehungsweise die Adaptationsfähigkeit der
Elemente analysiert. Einen weiteren Schwerpunkt stellte die
Kooperation mit der Wohnbaugenossenschaft „Sozialbau AG“ dar. Die
effiziente Bauabwicklung von außen und in Einzelflächen bzw. kleinen
Etappen sowie die Berücksichtigung von Eigenleistungen durch
NutzerInnen waren die Leitprinzipien für die Elementbestimmung. Bei
fertigen Marktprodukten wird die Eignung für den Katalog untersucht
bzw. die Adaptationsfähigkeit der Elemente analysiert. Angestrebt
wurde die Entwicklung von „Komplettbauteilen“ nach dem Vorbild der
Automobilindustrie.

z.B. die Lüftung:
Grundlagen:
Die grundsätzliche Anforderung an das Lüftungssystem sind die
möglichst geringen Eingriffe in die Bausubstanz jedoch mit einer
möglichst hohen Effizienz sowie Komfortsteigerung. Die Technik muss
möglichst selbstständig ohne Nutzereingriffe funktionieren können.
Um die einzelnen Anforderungen zu erreichen wurde ein modular
aufgebautes zentrales Lüftungskonzept entwickelt. Dies ermöglicht
eine Lüftung der einzelnen Wohneinheiten mit Wärmerückgewinnung
und geringen Eingriff in die bestehende Bausubstanz.
Thermisch optimierter Schacht für Lüftung und Installationen Simulation des Installationsschachtes
Konzept:
Bei der Konzepterstellung wurden folgende wesentliche Faktoren als
Grundlage und Anforderung an die Lüftung gestellt und festgelegt:
- Geringer Eingriff in die Bausubstanz
- Einbau der Lüftung in auch bewohnte Wohnungen
- Modularer Aufbau, um die Montagezeiten zu verkürzen und
eine kostengünstige
- „Fabriksfertigung“ zu ermöglichen.
- Hohe energetische Effizienz , dh. Wärmerückgewinnung höher
90%, um die
- Betriebskosten zu minimieren und die Akzeptanz der Bewohner
zu steigern.
- Ein besonderes Augenmerk auf das Problem der „Telefonie“
(Schallübertragung
- zwischen Wohnungseinheiten) durch ein zentrales
Lüftungssystem.

Als Lösung wurde ein zentrales System mit modularerem
Verteilsystem entwickelt. Die Luftaufbereitung findet zentral im
Dachraum des Gebäudes statt. Dezentrale Schächte, die in der
Außenwand in die Fassade integriert werden versorgen die einzelnen
Räume mit vorgewärmter Luft. Die Abluft wird über die bestehende
Kamin Struktur zum Lüftungsgerät zurückgeführt.
Die Fassadenkanäle können komplett vorgefertigt, ab Werk geliefert
werden. Die Module werden vor Ort kraftschlüssig an der Fassade
montiert und im Weiteren in die Wärmedämmung der notwendigen
thermischen Sanierung des Gebäudes integriert, so dass die
Elemente in der Fassade „verschwinden“. Eine gesonderte Lösung
stellt die Integration in die Struktur der vorgesetzten Balkone dar. Hier
können die vorgefertigten Luftkanalelemente an die „Betonscheiben“
angehängt werden.

Projektteam:

Autorinnen:
Architektin Dipl.-Ing. Maja Lorbek
Dipl.-Ing. Gerhild Stosch
Dipl.-Ing. Alice Größinger
Dipl.-Ing. Astrid Nageler - Reidlinger
Dipl.- Ing. Irene Bittner
Unter Mitarbeit von
Ing. Wieland Moser