16 | 12 | 2017
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Veröffentlichung in Der Installateur 2006 / Alternativenergie
Im Jahr 2006 wurden in  "Der Installateur" durch Käferhaus die notwendige Alternative zur Atomenergie aufgezeigt. Im Hinblick auf Fokushima und die neu entflammte Diskussion um die Atomernegie erlangt der Beitrag wieder Aktualität.

Auszug aus dem Interview:


Dr. Jochen Käferhaus ist Haustechnikplaner mit zentraler Kompetenz bei Niedrigstenergie- und Passivhäusern. Ein besonderes Steckenpferd des umfassend gebildeten Technikers (er ist Bauphysiker, Kältetechniker, Jurist und Wirtschaftswissenschaftler) ist die komplizierte Sanierung historischer Bauten, Kirchen und Museen. Für seine Arbeiten in ganz Europa wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er zum Beispiel für seine innovativen Ideen im Jahre 2003 den Umweltschutzpreis der BMUFL für die Beheizung und Trocknung der Kirche zu Aflenz mit einer Solaranlage, war Preisträger beim „Haus der Zukunft” mit der ökonomisch und ökologisch vorbildlichen Sanierung einer bestehenden Schule in Grafenschlag zu einer Niedrigenergieschule mit Klimafassade und wurde ausgezeichnet für den ersten Niedrigstenegiekindergarten in Ziersdorf, NÖ. Auch in Architekturwettbewerben ist er häufig erfolgreich, so zum Beispiel beim erst kürzlich gewonnenen Europäischen Kulturzentrum in Aachen, zusammen mit dem bekannten österreichischen Architekten Tschapeller aus Wien. Jochen Käferhaus arbeitet seit 30 Jahren auf dem Gebiet des Energiesparens in Gebäuden.

Welche Auswirkungen hat die teurer und unsicherer werdende Versorgung mit Erdöl und Erdgas auf das Kundenverhalten?

Dr. Käferhaus: Bei den Letztverbrauchern wird ein entscheidendes Umdenken eintreten. Dieses wird auch ganz sicher über das Portemonnaie passieren. Man muss ganz einfach thermisch qualitativ höherwertig bauen – dann ist eigentlich die Frage der Energie- und Betriebskosten so weit minimiert, dass sie nicht mehr virulent ist.
Das allseits angestrengte „Dreiliterhaus“ belastet die Nutzer durch die Energiekosten nicht mehr, insbesondere wenn man weiß, dass eine thermisch höherwertige Bauweise nur zehn bis 15 Prozent an Mehrkosten für das Haus bedeutet.

Welche Rolle spielt die Haustechnik?


Dr. Käferhaus: Sicherlich kann die Antwort auf den Engpass im Primärenergiebereich nicht bedeuten, dass man sich vehement auf Hackschnitzel oder Pellets stürzt. Dabei ist Biomasse derzeit sicherlich noch recht günstig am Markt zu erhalten. Es zeigen sich aber schon die ersten Engpässe, beispielsweise bei Hackschnitzeln. Sicherlich werden sich auch die Pellets mit der Zeit kostenmäßig an die anderen Energieträger angleichen. Die Minimierung der Kosten für Haus- bzw. Heizungstechnik verlangt vor allem intelligente Planung durch einen geschickten Architekten oder Haustechnikplaner, zum Beispiel mit Integration der passiven solaren Architektur.

Das gesamte Interview steht in Ausgabe 3/2006 von „Der österreichische Installateur“ auf Seite 38.